LegIT

Der volkssprachige Wortschatz der Leges barbarorum

Wörterbuchangabe himil, himilzorun, himilzorunga (DWB)

Wörterbuch Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bde. in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961. Quellenverzeichnis Leipzig 1971.
Fundstelle Bd. 10, Sp. 1332- 1342
Inhalt

himmel, m. caelum. goth. himins, altnord. himinn; alts. himil, fries. himul, niederl. hemel, schwed. dän. himmel; ahd. himil, mhd. himel. diesem worte gegenüber, das goth. und altnord. nur im ableitenden suffixe von den andern genannten dialecten verschieden ist, steht, im altsächsischen beginnend, im angelsächsischen und englischen, auch in einigen heutigen niederdeutschen mundarten allein gebräuchlich ein anderes wurzelhaft nicht verwandtes, alts. hean, niederd. heben, ags. heofon, engl. heaven; auch im altnord. begegnet ein seltenes hifinn. wie dies auf die wurzel hab heben, halten (sp. 46. 721) zurückführt, und den himmel als umschlieszer, halter der erde bezeichnet, so ist nach der von Grimm gegebenen, wolberechtigten etymologie himmel von der wurzel ham decken ausgehend (vgl. sp. 980) und hat die eigentliche bedeutung einer decke oder eines daches der erde. daneben hat sich auch eine übertragene gebildet. — Die durch ganz Schwaben gewöhnliche aussprache hemmel scheint auch einmal bei Keisersberg durch: die zung (ist) die feder des heilgen geists und der mundt ist die porten des hemels. sünden d. m. 49d. [...]

Letzte Änderung am 05.02.2018 durch V.S.
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