Wörterbuchangabe mundius, widamo, wittum (RGA)
Wörterbuch | Beck, Heinrich/Brather, Sebastian/Geuenich, Dieter/Heizmann, Wilhelm/Patzold, Steffen/Steuer, Heiko: Germanische Altertumskunde Online. Kulturgeschichte bis ins Frühmittelalter - Archäologie, Geschichte, Philologie. (2010). Berlin, Boston: De Gruyter. |
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Fundstelle | Bd. 3 |
Inhalt | Brautwerbung: [...] Der Muntschatz (lat. mundius mundium; an. mundr; ags. mund; ahd. munt; langob. meta, metfio; ags. med; ahd. miata; vgl. got. mizdo, ags. meord) ist eine Gabe des Werbers an oder für die Umworbene, damit die Eheschließung rechtmäßig wurde (6, 32). Der Bräutigam überreichte den Munt- oder Mahlschatz, auch Widem, Wittum (burg. wittemo; ags. weotuma; ahd. widamo; ags. sceat) anfänglich dem Verlober, später der Braut unter Zeugen. Der Muntschatz diente zur Vermehrung des Eigenbesitzes der Braut neben der Aussteuer. Dies galt auch da, wo die Brautsippe als Empfänger erscheint und einen Teil des Muntschatzes behielt (5, 11) [...]. |
Letzte Änderung | am 15.01.2018 durch V.S. |
Link | http://www.degruyter.com/view/GAO/RGA_714 |
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