LegIT

Der volkssprachige Wortschatz der Leges barbarorum

Literatur Seebold, Elmar: Die Behandlung von Tierdiebstählen in der Lex Salica. Untersuchungen zu den malbergischen Glossen IX (gelza, galza)

Autor Seebold, Elmar
Titel Die Behandlung von Tierdiebstählen in der Lex Salica. Untersuchungen zu den malbergischen Glossen IX
Weitere bibliographische Angaben Sprachwissenschaft 42/3 (2017)
Zitat

Das ahd. gelza, galza f. "Jungschwein" geht auf germ. *galt-jōn "Jungschwein" und auch "weibliches Schwein", teilweise mit Ablaut dazu awn. gylta, gyltr < *gultjō(n) f. "Jungschwein"; galti < *galtōn m. "Schwein, Eber", gǫltr < *galtu- m. "Schwein, Eber"; ae. gilte < *galtjō(n) f. "Jungschwein" und über eine Entlehnung aus den Nordischen ne. dial. yelt "Jungschwein, weibliches Schwein". Im Deutschen und Niederländischen hat das Wort seit dem 14. Jahrhundert die Bedeutung "kastriertes Schwein"angenommen, sodass dieser Ansatz verdunkelt wird. In der Lex Salica tritt das Wort in der Glosse *hramna-galtjōn "(junges) Schwein bei (im Abteil) der Muttersau" auf, die Schreibungen sind: c6 chranchalteo, H rhanne chalteo. [Mehr zur Gesamtglosse unter dem Lemma chrannecaltio]

Lemmata
  • gelza, galza