LegIT

Der volkssprachige Wortschatz der Leges barbarorum

Werktextstelle LLan L Tit. 83. XIIII

Werktextstelle LLan L Tit. 83. XIIII
Textauszug

Sculdahis vero dimittat homenis tres, qui cavallûs habent, ut tollant ad saumas suas cavallos tres: et de minoribus hominibus dimittant homenis quinque, qui faciant ei operas, dum ipse reversus fuerit, sicut ad iudicem dixemus, per ebdomata una operas tres. Saltarius quidem tollat cavallo uno, et de minoribus, qui ei operas faciat, tollat homine uno, et faciat ei operas, sicut supra legitur. Et si amplius iudex vel sculdahis aut saltarius dimittere presumpserit homines sine regis permisso aut iussione, qui in exercito ambolare devit, conponat wirgild suo in sagro palatio.

Übersetzung

Der Schultheiß aber soll drei Männer, die Gäule haben, zurücklassen, um für das Tragen seiner eigenen Lasten drei Gäule mitzunehmen. Und von den niedrigrangigen Leuten soll er fünf zurücklassen, die ihm ihren Frondienst leisten sollen, bis er selbst zurückkehrt, und zwar, wie wir es beim Richter sagten, allwöchentlich drei Frontage. Der Förster mag sich schließlich einen Gaul mitnehmen, und von den niedrigrangigen Leuten, die ihm Frondienst leisten sollen, mag er einen auswählen, der ihm Frondienst leisten soll, wie oben zu lesen ist. Wenn sich weiterhin ein Richter, ein Schultheiß oder ein Förster erdreistet, ohne Erlaubnis oder Befehl des Königs mehr Leute, die im Heer mitziehen sollten, zurückzulassen, büße er sein Wergeld an die heilige Pfalz.

Apparatvariante Sculdahis
Edition MGH LL IV (Leges Langobardorum), Seite 141, Zeile 2
Legesbereich Leges Langobardorum