LegIT

Der volkssprachige Wortschatz der Leges barbarorum

Wörterbuchangabe kranohari (KLUGE)

Wörterbuch Kluge, Friedrich (2011): Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearbeitet von Elmar Seebold. Berlin/Boston: De Gruyter.
Fundstelle S. 537
Inhalt

Kranich

Sm std. (8. Jh.), mhd. kranech(e), kranch(e), ahd. kranuh, kranih

Aus wg. kranuka- m. ‛Kranich’, auch in ae. cornoc. Ohne das weiterbildende Suffix s. Kran und mhd. kran(e), ahd. krano, as. krano, ae. cran m./f. (krana-/ōn) und dehnstufig mhd. kruon, mndd. krān, krōn. Das Wort ist außergermanisch gut vergleichbar, doch lassen sich die Formen nicht auf eine einheitliche Grundlage zurückführen: gr. géranos m./f., kymr. garan (gall. garanos); lit. garnỹs ‛Reiher, Storch’; mit k -Erweiterung wie im Germanischen arm. kṙunk; mit u -Erweiterung l. grūs m./f., lit. gérvė f., russ.-kslav. žeravĭ. Lautnachahmung ist nicht ausgeschlossen, doch passt diese Annahme eigentlich nur zur lateinischen Form (der Kranich-Schrei kann als gruu wiedergegeben werden). Vielleicht liegen in den hochstufigen Formen Vriddhi-Bildungen zur Lautnachahmung vor (Gauch). Im Altnordischen heißt der Kranich trani, was wohl eine Umbildung desselben Wortes ist.

Letzte Änderung am 11.04.2017 durch HiWi
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